Europapark

1972: Im Rahmen einer USA-Reise von Franz Mack und seinem Sohn Roland kam den beiden die Idee einen Freizeitpark mit einem Unterhaltungsprogramm für alle Altersklassen zu eröffnen. Dieser sollte gleichzeitig als Ausstellungsfläche für die Produkte von Mack Rides dienen, damit potentielle Kunden die Fahrgeschäfte in Aktion sehen können.

Zurück aus den USA begann auch schon die Suche nach einem geeigneten Standort. Ursprünglich war hierfür der Ort Breisach an der deutsch-französischen Grenze rund um den Europaweiher gedacht. Nachdem auch schon die ersten Genehmigungen vorlagen, machte das Wasser- und Schifffahrtsamt ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung, denn man hatte eigene Pläne mit dem Gelände. So suchte die Mack-Familie weiter. Doch der Name Europa-Park blieb, dieser war durch Breisbach gegeben, weil die Stadt bereits 1950 als erste Stadt eine von „Europa-Union Deutschland“ initiierte Probeabstimmung durchführte.

Ein weiterer Standort wurde vom Autobahnamt Stuttgart durchkreuzt, da dieses eine Verbreiterung einer Autobahnunterführung forderte, was einen erheblichen Mehraufwand und zusätzliche Kosten verursacht hätte.

Schlussendlich fand man in Rust einen geeigneten Standort. Das knapp 3000 Einwohner große Fischerdorf unterstützte das Freizeitparkvorhaben von Anfang an. Besonders der Bürgermeister, der später auch Ehrenbürger des Parks wurde, stand der Familie und den Planern zur Seite. So wird das Gelände rund um einen jahrhundertealten Schlosspark, der im Besitz der Gemeinde war, zur Verfügung gestellt, zusammen mit einem ehemaligen Märchenpark. So erwirbt die Familie Mack eine ca. 16 Hektar große Gesamtfläche und nach langen Verhandlungen mit Behörden und Ämtern kann der Bau endlich beginnen. So entsteht der Europa-Park unter der Leitung von Frank Mack, seinem Sohn Roland und später auch Jürgen mit einer optimalen Kombination aus Parkanlage, Unterhaltung, Kultur und Nervenkitzel der verschiedenen Fahrgeschäfte, die fast alle von der Mutterfirma Mack in Waldkirchen gebaut werden.


1975 wurde der Park nach 3 Jahren Standortsuche und Planung umgesetzt. Bereits im ersten Jahr hatte der Park 250.000 Besucher.


1976 waren es bereits 700.000 Besucher und die erste Millionen wurde 1978 erreicht, die zwei Millionen 1991.


1982 war die Eröffnung des ersten Themenbereichs, Italien, womit die Umsetzung des europäischen Themenkonzepts begann. Somit folgten:


1984 Holland


1988 England


1990 Frankreich


1992 Skandinavien und Österreich


1994 Spanien


1996 Deutsche Allee


1998 Russland


2000 Griechenland


2005 Portugal


2009 Island


2016 Luxemburg und Irland


1990 wurde der hohe Qualitätsanspruch der Brüder Mack im Bereich Gastronomie, Fahrgeschäfte, Gartenanlagen und Shows durch die Stiftung Warentest als einziger Freizeitpark mit der Note „sehr gut“ bewertet.


1995 leitete der Europa-Park mit dem Bau des ersten Hotels „El Andaluz“ eine neue Epoche ein und gab den Besuchern so eine verlängerte Aufenthaltsmöglichkeit. Diese war aufgrund des immer größer werdenden Parks auch nötig. So war das Hotel im ersten Jahr bereits zu 87% ausgelastet.


1999 folgte schon das zweite Hotel „Castillo Alcazar“ was im Jahr 2000 eine 97,7%-ige Auslastung hatte und so einen neuen Besucherrekord von 3 Millionen Gästen ermöglichte.


2001/2002 eröffnete der Europa Park zur ersten Wintersaison, welche in den ersten 6 Wochen 180.000 Gäste verzeichnen durfte.


2002 wurde auf die neuen Besucherrekorde mit einer eigenen Autobahnausfahrt reagiert.


Zusätzlich gründete Michael Mack „MackMedia“ als Teil der Mack International-Gruppe wodurch er der Welt des Europa-Parks eine neue digitale Zukunft geben wollte.


Es folgten weitere 4-Sterne-Hotels:


2004 Hotel Colosseo im italienisch-römischen Stil


2007 Hotel Santa Isabel im Stil eines portugisischen Klosters


2012 Hotel Bel Rock im Neuengland-Stil


2005 folgte für Senior Chef Franz Mack ein Highlight, bei dem er in die Hall of Fame in Atlanta aufgenommen wurde. Die Auszeichnung wurde ihm auf der weltweit größten Messe für Freizeitparks vom Präsidenten des Weltverbandes IAAPA (International Association of Amusement Park and Attractions), Clark Robinson, überreicht.


2009 wurde der Park um ca. 15 Hektar erweitert.


2011 wählte die IAAPA Roland Mack zum ersten deutschen Präsidenten. Mit seinem Vorsitzenden setzte er sich für die strategische Entwicklung der Branche, internationalen Erfahrungsaustausch und die weitere Harmonisierung von Sicherheitsstandards ein.


2012 erschien der erste 4D-Film von MackMedia.


2014 vergrößerte sich der Park um den Themenbereich „Arthur und die Minimoys“. Außerdem erhielt das im Hotel Bell Rock integrierte Restaurant „Ammolite – The Lighthouse Restaurant“ 2 Michelin-Sterne und 16 "Gault & Millau"-Punkte. Damit war der Europa Park der erste Park weltweit mit einem Sternerestaurant.


2015 gab es zur 40-Jahresfeier zahlreiche Neuheiten: Die neue Express Lane, damit die Besucher schneller zu unzähligen Attraktionen kommen können; ein Förderband vom Parkplatz hin zum Park; der Euro-Tower wurde umgestaltet; mit MackMedia entstand der „Alpenexpress-VR Ride“ sowie ein neuer 4D Film „Das Zeitkarussell“ und MackMedia produzierte sein erstes Casual Game „Das geheimnisvolle Labyrinth von Schloss Balthasar“.


Auch für die Medien ist der Europa-Park eine beliebte Produktionsstätte geworden. So produzieren BR, Sat.1, ProSieben, SWR und ZDF ca. 200 Sendungen pro Jahr im Park.


Ebenso für die Region ist der Park nicht mehr wegzudenken und ist mit 8500 Angestellten einer der größten Arbeitgeber.


In den kommenden Jahren dürfen wir weiterhin gespannt sein, was Familie Mack auf der 46 Hektar großen Fläche, mit der größten Investition des Familienunternehmens, für uns bereithält. Hier soll es in verschiedenen In- und Outdooraktivitäten rund um das Thema Wasser gehen.

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